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Freitag, 25. April 2008

Au revoir Lyon


Nun hieß es Abschied nehmen von Lyon... Da ich aber so viele Sachen hatte, konnte ich auf keinen Fall mit Bus, Bahn oder Flugzeug zurück nach Deutschland. Also kamen mich meine Eltern abholen. Und ich konnte endlich jemandem aus der Heimat mein geliebtes, wunderschönes Lyon zeigen!















































































Nur zwei Tage waren wir auf Sightseeing-Tour und dann hieß es leider: "Au revoir Lyon et... espérons-le, à bientôt!". Bis spät in die Nacht - dafür aber mit einer langen Rast am Genfer See - waren wir unterwegs, bis wir endlich das Ortsschild Schemmerhofen erreichten.



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Da war es also vorbei, ma vie en France....

Mittwoch, 7. November 2007

États-Unis

Sonntag waren wir doch tatsächlich in États-Unis, zu deutsch: Vereinigte Staaten. Ja, nur leider mussten wir uns dazu nicht in den Flieger setzen und 6 Stunden über den Atlantik fliegen... nein, in Lyon reichen schon ein paar Minuten mit der Tram aus um in États-Unis anzukommen. États-Unis ist ein Stadtteil von Lyon im 8. Arrondissement, das wohl seinen Namen daher hat, da es hier ziemlich viele Ausländer gibt. Wir sind aber aus einem ganz bestimmten Grund in dieses Quartier gefahren (das ich alleine und bei Nacht sicher nicht betreten möchte): In dem von Tony Garnier errichteten Viertel soll man 25 riesige Wandbemalungen (murs peints) finden. Immer wieder habe ich in vorherigen Posts die vielen Wandgemälde Lyons erwähnt. Aber warum gibt es diese überhaupt? In États-Unis wird einem das ganz klar: Besonders in sozial schwächeren Vierteln sollen die riesigen Wandgemälde verhinden, dass die Mauern das Ziel von Graffiti-Sprayern werden.

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Tony Garnier (1869-1948) ist echter Lyonnais und viele der Gebäude hier in Lyon wurden von ihm entwickelt. Aufgrund seiner Herkunft - er stammte aus dem Viertel der Canuts (Weber der Seidenindustrie) La Croix-Rousse - beschäftigte er sich viel mit den Problemen von Sozialunterkünften. So auch in dem Quartier États-Unis, wo sich das Musée Urbain Tony Garnier befindet. Und was schon vieles über dieses Viertel aussagt: Die Türen des Museums sind geschlossen und die nette Dame am Empfang muss für jeden einzelnen zunächst die Tür aufschliessen...



Samstag, 3. November 2007

Nouvelles de Lyon

Inzwischen bin ich nun schon über einen Monat in Lyon, aber dennoch habe ich das Gefühl noch so vieles in Lyon entdecken zu können. Letzte Woche bin ich dann nochmals mit Sarah losgezogen. Wir wollten unbedingt zu der Stelle, an der die beiden Flüsse Rhône und Saône zusammenfließen, da man dort anscheinend eine atemberaubende Aussicht hat. Naja, dem war leider nicht so - aber dafür haben wir einen kleinen netten Park entdeckt! Aber auch sonst gibt es viel in Lyon zu sehen...
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La cour des Voraces


















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Außerdem haben wir noch eine der wunderschönen Wandbemalungen Lyons entdeckt: La Fresque des Lyonnais. Hier sind die berühmtesten Söhne und Töchter der Stadt abgebildet, und zwar in Lebensgröße. So sieht man hier z.B. Antoine de St. Exupéry, L'Abbé Pierre, André-Marie Ampère und Paul Bocuse.



















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Was gibt es sonst noch Neues? Ja, genau: Ich war beim Friseur. Habe natürlich vorher alle notwendigen Vokabeln (Strähnchen färben = faire des mèches, Stufen-schnitt = une coupe en dégradé, Pony = la frange, ...) nachgeschaut, damit auch nichts schiefgehen kann. Und das Ergebnis? Eigentlich bin ich ganz zufrieden, auch wenn ich mir in nächster Zeit doch mal wieder den einen oder anderen Blondinenwitz anhören muss... ;-)


Außerdem habe ich mich inzwischen entschieden, nun doch die ganzen sieben Monate im Studentenwohnheim Le Galion wohnen zu bleiben. Wer hätte das wohl am Anfang gedacht...? Tja, der Mensch (und auch ich) kann sich anscheinend an vieles gewöhnen - und meine Mitbewohner (2 Deutsche, 2 Belgier, 2 Chinesen, 1 Türke, 1 Rumänin und 1 Tschechin) sind ja eben doch allesamt super nett!



.... Mit Sarah und Christian...


. .........und Klara und Alina.....

Samstag, 13. Oktober 2007

La Croix-Rousse et Presqu'île

Ganze sieben Stunden war ich zu Fuß unterwegs in zwei der schönsten Viertel Lyons: La Croix-Rousse und Presqu'île, die beide zwischen den Flüssen Rhône und Saône liegen und größtenteils zum UNESCO Welterbe gehören.

Mit der Métro bin ich also hinaufgefahren zum Arbeiterviertel La Croix-Rousse. Die Häuser dort wurden einst für die Canuts (Weber) Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut. Kaum hatte ich die Métrostation verlassen, stand ich inmitten eines Rummels und hatte jeglichen Orientierungssinn verloren... Daher bin ich einfach mal in irgendeine Richtung losgezogen und mit viel Glück und Zufall habe ich doch tatsächlich Le Mur des Canuts gefunden. In ganz Lyon kann man immer wieder riesige Wandgemälde entdecken und oft erkennt man gar nicht auf den ersten Blick, dass das Bild gar nicht "Realität" ist.











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Inzwischen hatte ich auch die Orientierung wieder gefunden und bin die zahlreichen Treppen und Gassen hinuntergestiegen, die sich durch ganz La Croix-Rousse ziehen. Leider hatte ich mein Wörterbuch nicht dabei und bin dem Touristen-Wegweiser "Les Pentes de la Croix-Rousse" gefolgt. Ich habe also die ganze Zeit vergeblich Ausschau nach weiteren Wandbemalungen auf der Strecke gehalten - schließlich dachte ich, "pente" bedeutet Gemälde. Zu Hause musste ich jedoch im LEO-Lexikon entdecken, dass "pente" Hang oder Steigung bedeutet. :-) Aber dennoch war es ein wunderschöner Weg, da einem hier Lyon wirklich zu Füßen liegt.
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Unten am Place des Terraux angekommen, bin ich durch die Straßen der Presqu'île (=Halbinsel) geschlendert, bis ich dann am Place Bellecour wieder die Métro in Richtung Ecully genommen habe. Es war auch Zeit: ich hatte Hunger, meine Füße taten weh und ich wurde von einem zwielichtigen Typen verfolgt... Tja, das Mädchen vom Lande ist in der Großstadt!
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Hôtel de Ville am Place des Terreaux OpéraPalais du Commerce

Place Bellcour mit der Statue Ludwigs XIV.
mit Blick auf Fourvière