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Montag, 3. Dezember 2007

Kaffee, Käse und Wein


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Endlich war es soweit: Letzten Freitag hat Starbucks in Lyon seine Proften eröffnet (für alle die es nicht kennen: dort gibt es super leckeren Latte Macchiatto, Capuccino, Frappé,...). Sarah, Charlot und ich sind natürlich sofort hin, denn so langsam haben wir den Kaffee satt, den es bei uns in der Caféteria gibt. Aber schon von weitem haben wir eine Schlange von Leuten auf der Straße gesehen - nur für einen Becher Kaffee!! Da war Arbeitsteilung angesagt: Charlot und ich haben uns angestellt, Sarah hat mit vollem Einsatz um einen kleinen Tisch gekämpft. Und voilà, da saßen wir nun glücklich an unserem kleinen Tischchen mit Caramel Macchiato (einmal für Sarah auch ohne Caramel) und Frappuccino in der Hand!
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Später sind wir dann weiter zu einer Soirée "Fromage et Vin" des Clubs Lyon International. Zusammen mit den französischen Familien und anderen Studenten der ganzen Welt konnten wir Unmengen an verschiedenen Käsesorten probieren und den Beaujolais nouveau dazu trinken. Dort habe ich dann auch wieder "ma famille lyonnaise" getroffen, bei denen ich vor ein paar Wochen zum Dinner eingeladen war. Tja, aber da man Käse und Wein ja wieder abtrainieren musste, hat noch eine 3-Mann-Liveband gespielt - und wer hätte gedacht, dass die Franzosen so das Tanzbein zu den Beats von Elvis Presley schwingen können!!

. . . . . . . . . . . . . Mit Martine und Dominique

Freitag, 16. November 2007

2 Soirées à Lyon

...einmal absolut französisch und einmal absolut international! Ein Abend zusammen mit einer französischen Familie und ein Abend zusammen mit anderen Studenten der ganzen Welt.


Von dem Verein Lyon International, der ausländischen Studenten die französische Kultur und Joie de vivre näherbringen möchte, habe ich die Einladung zum Abendessen bei einer französischen Familie erhalten. Zusammen mit Johnny, einem Austauschstudenten aus Schweden, habe ich also vor der EM Lyon gewartet, dass uns der am Telefon doch so nette Monsieur Ginet abholt. Allerdings blickte ich dem Abend etwas skeptisch entgegen: Johnny und ich sind nicht gerade die dicksten Freunde... Wie wird sich dieser Schwede nun schlagen und wie wird sich die oft so distanzierte schwedische Art mit der herzlichen Art der Franzosen vertragen?
Mit einem alten, kleinen Citroën sind wir also zu dritt nach Dardilly (westlich von Ecully) gefahren und sind in einem richtig hübschen, französischen Landhaus angekommen (schade dass es nicht Sommer war, denn einen Pool gab es auch...). Von der Frau des Hauses wurden wir ganz herzlich empfangen und bekamen erstmal eine Tour durch das Haus. Die alten Möbel, die mit allem möglichem Zeugs vollgestopft waren, passten perfekt zu dem gemütlichen Haus mit den Steinwänden und dem offenen Kamin. Als dann noch ein befreundetes Ehepaar von Dominique und Martine dazugestoßen ist, Michel und Dominique, waren wir komplett. Zuerst gab es vor dem Kaminfeuer einen Aperitif und Snacks und wir wurden über alles mögliche ausgefragt. Und wer hätte es geglaubt: Johnny, der Schwede, war wie verwandelt - ja fast schon wie ein Engelchen... :-) Zwei Stunden gab es dann endlich Abendessen. Zuerst Salat, dann Charcuterie und Pommes de Terre (eine Spezialität aus Lyon - naja, nicht ganz der Geschmack eines Vegetariers...), danach Käse und Trauben und zum Dessert eine noch warme Tarte Tatin (gestürzter Apfelkuchen) mit Vanilleeis und um Mitternacht noch eine Tasse Kaffee .........mhmmm!



Total international ging es dann nur einen Tag später weiter. Denn es hieß: Erasmus-Party. Wie schon so oft ging die Party erstmals hier im Wohnheim Le Galion in der berühmt-berüchtigten Partykitchen los. Ganz kurzfristig wird dann immer entschieden, dass man doch schon den Bus Richtung Lyon in 5 Minuten nimmt und um die 20 Leute stürmen dann auf Stöckelschuhen und/oder mit einem Bier in der Hand gemeinsam zur Bushaltestelle... :-)




Allerdings sind wir an diesem Abend nicht nur 1x gerannt... Nach der Party wollten wir mit dem Nachtbus "Pleine Lune" wieder zurück nach Ecully fahren. Aber anstatt den Bus nur ein paar Meter von dem Club zu nehmen ("Mhm, vielleicht kommt der Bus ja gar nicht..." und "Wir wissen doch nicht genau, wo denn die Haltestelle ist!"), sind wir lieber zuerst mit einem anderen Navette Richtung Hôtel de Ville, wo wir ganz sicher waren, dass der Nachtbus dort abfährt. Allerdings hatten wir nicht damit gerechnet, dass das Navette uns gar nicht am Hôtel de Ville rauslässt... und somit hieß es also: einmal quer durch die Stadt rennen, ca. 20 Personen hintereinander, denn der Bus fährt in 3 Minuten. Kurz nach 3:00 Uhr waren wir dann total geschafft an der Haltestelle - und kein Bus weit und breit in Sicht. Dann eben doch ein Taxi.... und wie kann es anders sein: Kurz vor Ecully haben wir dann den Nachtbus eingeholt und sind direkt mit dem Taxi hinter dem Bus hergefahren!!

Sonntag, 21. Oktober 2007

Rugby et le Beaujolais

Letztes Wochenende drehte sich in ganz Frankreich alles nur um eines: Rugby. Dieser Sport ist hier fast genauso beliebt wie Fussball, was wir hier auch jeden Tag nach dem Mittagessen auf dem Campus der gegenüberliegenden École Centrale erleben (da es bei uns leider keine Mensa gibt, dürfen auch wir hier für 2,80 € Mittagessen... mit Hors-d'oeuvre, Plat du Jour und Dessert!). Letzten Samstag hatte also Frankreich gegen England im Halbfinale der Weltmeisterschaft gespielt. Zunächst waren wir bei Marie zum Quiche-Essen eingeladen, danach haben wir zusammen mit ganz Lyon auf dem Place Bellecour die Übertragung von der Île-de-France (Paris) auf einer Großleinwand angeschaut: "Allez les Bleus!" Leider hatte das französische Team verloren...


Nur 30 km nördlich von Lyon liegt eines der bekanntesten Weinanbaugebiete Frankreichs: Beaujolais. Am Sonntag Morgen sind wir also um 8.30 Uhr mit 3 Bussen voller Austauschstudenten und dem Club "Lyon International" zu einer Herbstwanderung durch die Weinberge des Beaujolais aufgebrochen. Unsere erste Station war Oingt, ein kleines mittelalterliches Dorf mit malerischen Häuschen. Von da aus sind wir dann geschlossen, d.h. 150 Personen auf einmal, zu unserer einstündigen Wanderung nach Theizé aufgebrochen. Aber es war gar nicht so einfach, so viele Leute zusammenzuhalten und dazu auch noch den richtigen Weg zu finden... Wir hatten es aber dennoch geschafft und wurden dafür in Theizé auf dem Château Rochebonne mit einer Weinprobe belohnt! Nach dem Picknick - wir hatten uns natürlich einen wunderschönen Platz auf einer Mauer mit Blick über die Weinberge ausgesucht - ging es weiter mit einer Führung durch das Château, einem Spaziergang durch Theizé und weiter zu einem anderen Château. Unseren Jungs jedoch war dieser Programmteil anscheinend etwas zu stressig... Während wir also in die Geschichte des Beaujolais unterwiesen wurden, hatten sie es sich vor dem Château gemütlich gemacht und mal glatt den ganzen Wein selbst getrunken, der ursprünglich als Mitbringsel für zu Hause gedacht war!

Total geschafft - und die Jungs ziemlich besoffen - sind wir wieder in Lyon angekommen...

Bernard aus der Schweiz, Clemens, ich, Markus und Angela aus Deutschland, Charlot aus Belgien, Carina aus Österreich, Anna aus Finnland und natürlich Henning, der Fotograf, aus Deutschland.